Erfolgreich abgeschlossen.
Am vergangenen Wochenende führten wir einen BOS-Funker Lehrgang durch.
Die Teilnehmenden wurden in der Bedienung des 4m Analogfunks und TETRA Digitalfunks geschult. Der Lehrgang ist die Vorraussetzung um am BOS-Funk teilnehmen zu dürfen.
Der Freitag begann mit theoretischen und rechtlichen Grundlagen. Am Samstag wurde es dann schnell praktisch. Nach kurzer Besprechung übten die Teilnehmenden die Bedienung der Analoggeräte und den Funkverkehr. Der analoge 4m Funk wird nicht mehr regulär genutzt, wird allerdings weiterhin als Rückfallebene vorgehalten und ausgebildet. Am Nachmittag folgte die erste praktische Übung mit dem TETRA-BOS-Funk. Ein kleines Planspiel brachte die Regeln und Gewohnheiten des Funkens in Trunk- und Direkt-Modus näher. Der TETRA Funk hat den Vorteil klassisch, von Funkgerät zu Funkgerät, oder über Basisstationen funken zu können.
Der Sonntag begann mit Kartenkunde, denn auch das ist wichtiger Bestandteil des Lehrgangs in der DLRG. Danach folgte die große Funkübung. Hierbei erkundeten die Teilnehmenden die Stadt Troisdorf. Die Übung endete an der Burg Wissem. Dort konnten sich die Teilnehmenden noch den Einsatzleitwagen des Bezirks anschauen und erfahren wie die Übungsleitung arbeitet.
Was ist eigentlich BOS-Funk?
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) haben hohe Ansprüche an den täglich genutzten Funk. Dafür wird ein digitales Funknetz basierend auf dem TETRA -Standard verwendet. Dieser funktioniert vergleichbar mit dem Mobilfunknetz, welchen wir alle fast täglich nutzen mit Basisstationen und Vermittlungsstellen. Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) erklärt die Funktionsweise folgendermaßen:
"Im netzgebundenen Betrieb (Trunked Mode Operation, TMO) stellt ein Funkendgerät beim Einschalten zunächst eine Verbindung zur nächsten geeigneten Basisstation her. Spricht eine Einsatzkraft nach Drücken der Sprechtaste (Push-to-Talk, PTT) in ihr Endgerät, werden die Sprachinformationen über Funkwellen vom Endgerät zur Basisstation übertragen. Die Basisstation leitet diese kabelgebunden oder per Richtfunk weiter zu einer Vermittlungsstelle.
Von dort gelangt der Funkruf direkt (bei überregionalen Funkrufen zusätzlich über eine Transit-Vermittlungsstelle und eine weitere Vermittlungsstelle in der Empfängerregion) in den Bereich des Zugangsnetzes, wo sich die Zielperson des Funkrufes aufhält. Hier wird die Sprachinformation von der Basisstation wiederum drahtlos auf das Endgerät übertragen. Bei Gruppenrufen können das auch mehrere Personen bzw. Endgeräte gleichzeitig sein.
Die Basisstationen senden im Oberband (auch Downlink genannt) im Frequenzbereich 390 – 395 MHz. Die Endgeräte senden im Unterband (der sogenannte Uplink) bei 380 – 385 MHz.
Im Direktbetrieb (Direct Mode Operation, DMO) können Einsatzkräfte auf lokaler Ebene Informationen direkt von einem Endgerät zum anderen senden. Der DMO hat eine begrenzte Reichweite und kommt als Rückfallebene zum Einsatz, falls das Netz einmal temporär nicht verfügbar ist.
Der überwiegende Teil der Frequenzen, die im Direktbetrieb genutzt werden, liegt im Frequenzband 406,1 – 410 MHz."